Was mir Freude macht
Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.
Gerhard Uhlenbruck, [1929-2023]; deutscher Mediziner und Aphoristiker
Heimat und Berge
Der Bayerische Wald ist landschaftlich so schön, dass viele Menschen hier Ihren Urlaub verbringen.
Sei es zum Wandern im Sommer und Herbst oder zum Langlaufen und Alpin Skifahren auf dem Arber im Winter.
Die Schönheit der Landschaft begeistert jeden. In freier Natur Auge in Auge mit Luchs und Wolf im Haus zur Wildnis oder die Veränderungen der Natur rund um den Lusen.
Schade, dass der demographische Wandel sich besonders stark in dieser Region auswirkt und sich in einer überalternden Bevölkerung und zunehmends verfallenden Infrastruktur auswirkt.
Wenn dann noch die kommunale Politik wenig Interesse daran zu haben scheint, diesem Trend entgegenzuwirken, bleibt als logische Konsequenz nur der Weggang aus der Region.
Ein trauriges Gefühl, die Heimat zugrunde gehen zu sehen...
Als gebürtiger Bayerwäldler bin ich gerne in den Bergen unterwegs. Früher mit dem Mountainbike, bis der Arber, der König der Bayerwaldberge, seinen Tribut einforderte.
Bei der Abfahrt war ich nicht bei der Sache, was mit einem Überschlag endete. Abtransport durch die Bergwacht, Operation und Physiotherapie folgten.
Trotz gebrochener Mittelhand und diversen Schürfwunden bin ich mit einem blauen Auge davongekommen. Das hätte auch anders enden können.
Mittlerweile bin ich zu Fuß oder per eBike unterwegs und lasse mir auf den Almen, meist auf den oberbayerischen oder österreichischen Bergen um den Wilden Kaiser, den Kaiserschmarrn und Apfelstrudel schmecken.
Oder ich bin in Südtirol oder am Gardasee unterwegs. Die Ponalestraße von Riva del Garda hinauf zum Lago di Ledro ist traumhaft schön.
Schwimmen
Im Sommer 2022 war ich im Freibad im benachbarten Hengersberg und beobachtete das Jugendteam des örtlichen Schwimmvereins beim Training.
Das hat mir gefallen. Es packte mich der Ehrgeiz. Seitdem trainiere ich regelmäßig mindestens drei Mal die Woche, auch mit Einzeltraining.
Mein Vorbild ist der australische Weltklasseschwimmer Ian Thorpe.
Seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gehörte er zur Spitze im internationalen Schwimmsport. Neben dem Gewinn von 5 Goldmedaillen bei Olympischen Spielen stellte er 13 Weltrekorde auf.
"Thorpeys" Erfolge gipfelten im Herren-Finale über 200 Meter Freistil bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen. Im Race of the Century
standen mit Michael Phelps, Pieter van den Hoogenband, Ian Thorpe und Grant Hackett vier Schwimmer an den Startblöcken, die zu jenem Zeitpunkt jeweils mindestens eine olympische Goldmedaille gewonnen hatten. Zusammen hielten sie 7 Weltrekorde.
Thorpe zog unmittelbar nach der letzten Wende mit einen kraftvollen Abstoß an Pieter van den Hoogenband vorbei, baute den Vorsprung auf den letzten 50 Metern kontinuierlich aus und schlug letztlich mit einer halben Körperlänge Vorsprung in neuer olympischer Rekordzeit an.
Sein eleganter Schwimmstil ist einzigartig und atemberaubend perfekt. Ein "Thorpedo" werde ich nicht mehr werden. Das muss auch gar nicht sein. Hauptsache man hat Freude an dem, was man tut.
Das Brustschwimmen hatte ich bereits im Kindesalter gelernt. Freistil kam später in der Unterstufe der Gymnasialzeit hinzu.
Da ich nicht besonders viel Kraft hatte, suchte sich der Körper automatisch den Weg des geringsten Widerstands und so war meine Technik von Anfang an ganz brauchbar.
Im Sportunterricht war ich eine Niete. Beim Schwimmen hingegen schrammte ich knapp an einer Ehrenurkunde vorbei.
Beim Schwimmen trainiert man den gesamten Körper auf schonende Weise, stärkt das Herz-Kreislauf-System, baut Muskeln auf, verbrennt Fett
und es macht gute Laune. Der Körper toleriert längere Trainingseinheiten und man kann jederzeit aufhören und nach Hause gehen.
Schade, dass ich damals nur im Freibad ein bisschen dahinplätscherte und nicht konsequenter trainierte. Es hätte mir gut getan.
Nun gut, besser spät als nie.
Sportschießen
Ich gebe gerne zu, dass mir schon während meiner Grundwehrdienstzeit das Schießen gefallen hat.
Mittlerweile ist mir das Sportschießen ein liebes Hobby geworden, das ich bei der RAG-ARBER in Wildtier mit Leidenschaft und Freude betreibe.
Auch wenn ich in meinem Alter kein Topschütze mehr werde...
Gerne erinnere ich mich an die Zeit in Unterschleissheim als ich bei der Shooting Association Munich zwei Jahre IPSC mittrainieren durfte.
Ein absolut professionell geführter Verein besetzt mit Top Schützen. Nirgends habe ich soviel gelernt wie bei der SAM.
Bei der schießsportlichen Disziplin IPSC werden neben der Schusspräzision auch die Bewegung der Schützen und der Zeitbedarf für das Absolvieren festgelegter Parcours gewertet.
Es wird daher als dynamischer Schießsport bezeichnet, in Abgrenzung zum statischen Schießsport, bei dem der Schütze ausschließlich an einem festen Platz steht und keine Zeitnahme erfolgt, sondern allenfalls eine Zeitbegrenzung existiert.
Der Reiz des IPSC-Schießens besteht darin, dass so gut wie jeder Parcours anders aufgebaut ist. Die Schützen werden also vor immer neue Aufgaben gestellt und müssen sich immer wieder neu auf die jeweilige Situation einlassen.
Durch die Einbeziehung der Zeit in das Gesamtergebnis wird der grundlegende Anspruch dieser Sportart, Treffsicherheit (Diligentia), Kraft (Vis) und Schnelligkeit (Celeritas) manifestiert – ein guter Schütze muss nicht nur gut treffen, sondern auch schnell sein, um ein gutes Ergebnis zu erreichen.
Diligentia
Treffsicherheit
Wegen der hohen Anforderungen im Parcours müssen IPSC-Schützen einen Sicherheits- und Regeltest (SuRT) mit theoretischem und praktischem Part absolvieren, um an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen.
Schließlich bewegen sich die Schützen dynamisch mit einer geladenen, feuerbereiten Schusswaffe unter Zeitdruck innerhalb eines Parcours. Die Sicherheit steht beim IPSC-Schießen stets an erster Stelle.
Jeder Wettkämpfer wird auf einem Match von einem Wettkampfrichter ("Range Officer"; "RO") im Parcours begleitet:
er gibt das Startsignal, wacht über sichere Waffenhandhabung sowie etwaige Regelverstöße und ist für die Trefferaufnahme verantwortlich.
Wenn es nötig sein sollte, spricht der Range Officer auch eine Disqualifikation aus – etwa, wenn eine Waffe zu Boden fällt oder etwas anderes passiert, was sich mit den Anforderungen an die Sicherheit nicht vereinbaren lässt.
Die Zielscheiben haben drei Wertungszonen (A-C-D). Je nach getroffener Wertungszone erhält der Schütze entsprechend Punkte. Die Wertung erfolgt nach dem "Hitfaktor", der sich aus den erzielten Punkten dividiert durch die Zeit ergibt.
Je höher der Hitfaktor, umso besser das Ergebnis des Schützen für die jeweilige Aufgabe.
Derzeit gibt es im IPSC-Schießsport 6 unterschiedliche Klassen (Divisions) für großkalibrige Pistolen und Revolver:
Open, Standard, Classic, Optics sowie Production (Optics) jeweils Pistole und Revolver.